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Chris Cacavas: Self TautKritiken |
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Hatte er sich mit seinem letzten Album "Bumbling Home From The Stars" noch bewusst von genau dem Gitarrensound abgewendet, der ihn in den rund 15 Jahren zuvor bei Green On Red und seiner eigenen Band Junkyard Love stets begleitet hatte, und die ein oder andere Gitarrenspur durch Synthesizer und Keyboards ersetzt, kehrt der inzwischen in Süddeutschland heimisch gewordene Amerikaner nun zum stärker Rock-orientierten Sound zurück. Anstatt wie beim Vorgänger kompliziert gestrickte Songs auszutüfteln, bei denen Atmosphäre und Arrangement streckenweise Melodie und Text etwas zu überschatten drohten, versteht es Cacavas auf "Self Taut" mit seiner bewährten Rhythmusgruppe Ed Kampwirth und Brandon Laws und dem gekonnt in Szene gesetzten Miracle-3-Gitarristen / Pedal Steeler Jason Victor, alte Tugenden mit den Errungenschaften seiner jüngsten Vergangenheit in Einklang zu bringen. Das Ergebnis ist das vom Klangbild her wohl kompakteste Cacavas-Album bisher, auf dem die halbakustischen, häufig effektvoll mit Orgel oder E-Piano veredelten Balladen die Highlights sind und elektrisch verstärkte Midtempo-Rocker eine angenehm unsentimentale Rückschau darstellen. Eine äußerst gelungene Platte, die Cacavas in Kürze auch endlich wieder zusammen mit Band auf Tour vorstellen wird! Carsten Wohlfeld, Gaesteliste.de Chris Cacavas kann auf eine große und erfolgreiche musikalische Vergangenheit zurückblicken: Ganze 9 Alben hat er seit 1989 herausgebracht — anfangs noch mit elektronischen Rocksongs, mittlerweile tendiert er jedoch zum Akustik-Rock. Auf den ersten Blick macht seine aktuelle Scheibe "Self Tault" einen recht simplen Eindruck: Chris Cacavas ließ die Finger nämlich komplett von Spielereien jeglicher Art und beschränkte sich musikalisch auf ein Minimum mit wenigen Instrumenten und ruhigem Sound — hier wurde aber ein Werk geschafft, das man erst bei mehrmaligem Hören richtig erfassen und verstehen kann. Wer auf "Selt Tault" eingängige oder poppige Melodien sucht, wird so schnell nicht fündig werden — je öfter man die Scheibe jedoch hört, desto mehr wird man von Tracks wie "Things I can't say", "Better Days" oder "Perfect Show" in ihren Bann gezogen. Da offenbaren sich dem Zuhörer plötzlich wunderbare Melodieentwicklungen, denen man anfangs nicht mal Beachtung zugeschrieben hat. So beweist der Songwriter, dass man Musik auch anders wahrnehmen kann und bringt es dem offenen Zuhörer mit dieser Platte sogar bei. Insgesamt hat Chris Cacavas mit "Self Tault" ein beachtliches Stück Musik produziert, das weniger Wert auf große Show legt, sondern mit einfachsten Mitteln weitaus beeindruckendere Ergebnisse erzielt — sofern man sich darauf einlässt! Domi, Rocknoise |
Established 1996; last update : 07 April 2004